SECONDO THEATERFESTIVAL


  8. SECONDO THEATERFESTIVAL
11.3.-15.3.2015 Theater Tuchlaube Aarau
 

Mittwoch, 11. März 2015
19.00 – 20.15 Apéro
Begrüssung durch Stadtrat Hanspeter Hilfiker

20.15 – 21.45 „Söhne“ - Volksbühne Basel
anschl. Publikumsgespräch

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  WETTBEWERBsoene
   
  Mittwoch, 11. März 2015
20.15 – 21.45 „Söhne“ - Volksbühne Basel
anschl. Publikumsgespräch
 
Eine Produktion der Volksbühne Basel in Koproduktion
mit dem Roxy, Birsfelden
   
 

Urbane Lebensgeschichten aus der Perspektive von fünf Söhnen.
Vor der Geräuschkulisse vorbeidonnernder Züge treffen sich fünf Männer zufällig in einem Imbiss, im unwirtlichen Nirgendwo. Sie sind aus der Zeit gefallen, auf der Durchreise. Zögernd kommen die Männer aus ihren inneren Monologen ins Gespräch. Sie erzählen von Aufbrüchen, Verlusten, Hindernissen, von den Ecken und Kanten, die ihr Leben prägen und dem Ringen nach Glück! Der Imbiss wird für eine kurze Dauer zum Mittelpunkt ihrer Welt. Was sie vereint, ist Emigration – vom Dorf in die Stadt, von dem einen Land in das nächste, erzwungen oder gewählt - als fundamentale Erfahrung, die fundamentale Erfahrung unserer Zeit. Schwer zu tragen sind diese Geschichten - doch ihre Selbstbehauptung ist wie ein kleines Zuhause.

 

Regie & Text: Anina Jendreyko
Schauspiel: Nadim Jarrar, Robert Baranowski, Orhan Müstak
Musik: Haki Kilic, Delchad Ahmad
Produktionsleitung: Pascal Moor
Regie-Assis- tenz: Marie Jeger
Bühne: Pia Gehrige
Requisite: Özlem Yilmaz
Kostüme: Cornelia Peter

   
   
   
  arabboy
 


Donnerstag, 12. März 2015
20.15 – 21.45 Uhr „Arabboy“ – Heimathafen Neukölln, Berlin
anschl. Publikumsgespräch

Rashid A., Sohn eines libanesischen Kurden und einer Palästinenserin, ist in Neukölln geboren und aufgewachsen. Doch er fühlt sich nicht als Deutscher, nicht als Libanese, nicht als Palästinenser. Er ist Arabboy, so nennt er sich in den Chatrooms, in denen er selbst gedrehte Gewaltvideos verbreitet. Rashids Welt wird bestimmt vom Gesetz der Straße und in dieser Welt schwingt er sich auf zum Kiezkönig des Rollbergviertels. Er begibt sich in einen Rausch von Drogen, Macht und Gewalt, bis er schließlich strauchelt und von der Polizei gefasst wird. Im Gefängnis wartet er auf seine Abschiebung aus Deutschland, dem verhassten Land, das dennoch die einzige Heimat ist, die er je gekannt hat.
Verstörend und faszinierend zugleich ist die Perspektive des Kiezhelden und jugendlichen Intensivtäters, der nicht als Klischeefigur, sondern als Mensch mit Ängsten und Gefühlen, mit Wut und Zweifeln gezeigt wird.Fünf Jahre nach der Premiere und nach dem Abstecher des Hauptdarstellers Hüseyin Ekici aka Lindenstraßen-Bad-Boy Orkan in die Wohnzimmer der Republik kommt der „Überraschungshit der Saison“ (B.Z) wieder auf die Bühne im Heimathafen Neukölln.

Regie:Nicole Oder
Mit: Hüseyin Ekici, Inka Löwendorf, Sinan Al-Kuri
Bühne/Kostüme: Wiebke Meier
Musik: Olaf Giesbrecht
Dramaturgie: Anne Verena Freybott

   
       
  arkadia
 


13. März 2015 Freitag
20.15 – 21.30 Uhr „Arcadia“ – Cie trop cher to share, Biel
anschl. Publikumsgespräch

Une éxperience de terrain
Die Cie trop cher to share lädt ein zu einer 1. Augustfeier nach ChilenischSchweizerischer
Manier: In einer Mischung aus Live-Performance und
Videodokumentation erzählen die PerformerInnen von ihrem Besuch bei den
Nachfahren der Schweizer Siedler in der Region Araukanien in Chile. Dabei
präsentieren sie das „Schweizer Kulturgut“, welches ihnen von ihren Landsleuten in
Chile überliefert wurde und reflektieren die Bedeutung von Heimat in einer
globalisierten Welt.
Die Cie trop cher to share wurde 2010 in Biel gegründet und versteht sich als
transdisziplinär operierendes Künstlerkollektiv mit wechselnden Mitgliedern, dessen
Kern die Choreographin und Performerin Nina Willimann bildet. Die Cie trop cher to
share zeigte ihre Arbeiten bisher im öffentlichen Raum, in Theatern, Museen,
Galerien und an Festivals in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und Chile.

Von und mit: Paulina Alemparte Guerrero, Aldir Polymeris, Nina Willimann
Konzept/Künstlerische Leitung: Nina Willimann Choreographie danza suiza: Jorge
Hernández Villa Video/Editing: Aldir Polymeris, Nina Willimann, Paulina Alemparte
Guerrero Lichtdesign: Pablo Weber Fernández Kostüme: Nadine Bieri, Elena Zapata
Musikalischer Support: Noémie Wyss Oeil éxterieur: Jessica Huber Übersetzung: Aldir
Polymeris, Marina Skalova Grafik: strukturart Produktion: tropchertoshare Koproduktion:TPR La Chaux-de-Fonds, Südpol Luzern

       
   
  vogli
 


14. März 2015 Samstag
20.15 – 21.30 Uhr „Svizzenesse“ – I Pelati delicati, Basel
anschl. Publikumsgespräch

I Pelati delicati (die delikat Geschälten) erklären die Schweiz Eccolo il nostro neue Programm: „SVISSENESSE“, il nostro programma für die Weltausstellung 2015 in Milano: „We feed the world“. I Pelati delicati haben den Auftrag bekommen, Basel, resp. die Schweiz in Milano an der Weltausstellung zu vertreten. Was kennt die Welt: Federer und Toblerone, Emmentaler und Victorinox, die Markenuhren und natürlich die Banken. Diese Dinge gehen um die Welt. Doch jetzt zeigen i Pelati: Andrea Bettini, ein Secondo, Norditaliener aus Zürich-Höngg und Basso Salerno, ein Primo, Süditaliener aus Langenbruck dem Rest der Welt die wirkliche Schweiz. Die Schweiz der kleinen, praktischen, nachhaltigen Dinge: de Sparschäler, il Galachäsli, S’Weggeli, il Servelat, d’Vibramsohle, il Eieröffner, il Murmeltier, l’Aromat, no il Tischset completo: Aromat, Maggi, Salz und Pfeffer und i Zahnstocher no dazue. Lauter unaufgeregte, bescheidene, solide und täglich anwendbare Dinge, die die wahren Inhalte unseres Landes repräsentieren. Niemand kennt die Schweiz besser als i Pelati delicati. Sie, die mit ihrer roten Vespa schon durch alle Höhen und Untiefen der schweizer-demokratischen Mittelmassbandbreite gefahren sind. Wir sind bereit, unsere Secondofahne ist gepackt und die Vespa startklar für Milano. Doch da kommt die Hiobsbotschaft: Der Auftrag ist gestrichen, es fehlen die Mittel. Statt in Mailand werden wir jetzt am Secondofestival in Aarau die Schweiz erklären! Denn: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“
Forza Pelati

  Regie: Andrea Bettini, Christian Vetsch
Mit: Andrea Bettini, Basso Salerno
   
   
  angeklagt
 
15. März 2015 Sonntag
17.00 – 18.15 Uhr „Angeklagt“ – lux & ludus, Bern
anschl. Publikumsgespräch

Eine Theaterproduktion von lux&ludus nach dem Roman von Mariella Mehr
Gaskessel, Bern

Ein Theaterstück über eine junge Frau und den radikalsten Weg aus ihrer Sprachlosigkeit Kari Selb, Opfer und Täterin zugleich, befindet sich in Untersuchungshaft. Sie sitzt ihrer Gerichtspsychologin gegenüber und erzählt von ihren Taten, aber auch von den schwerwiegenden Erlebnissen aus ihrer Kindheit. Nun soll ihre Zurechnungsfähigkeit festgestellt werden, auf welche die Protagonistin selbst grossen Wert legt. Der Roman Angeklagt von der jenischen Schriftstellerin Mariella Mehr fasziniert und irritiert zugleich. Er beeindruckt durch seine Wortgewalt, seine grosse Dynamik, die raffinierten Wendungen und seine Aktualität. Mit der ersten Theaterproduktion von lux & ludus wird der preisgekrönte Roman 2015 nun zum ersten Mal als Theaterstück auf der Bühne zu sehen sein. Mariella Mehr ist eine der spannendsten Schriftstellerinnen der Schweiz. Ihr Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lebte viele Jahre in Bern und war Mitglied der 1968er Bewegung und der Neuen Linken. Mariella Mehr engagierte sich sowohl als Linke, Feministin, Jenische und ehemalige Zwangsinternierte und wurde ein wichtiger Teil der Emanzipationsbewegung von Frauen und Minderheiten.
 

Regie: Gisela Nyfeler
Spiel: Julia Monte
Musik, Gesang, Effects, Toys : Rea Dubach
Dramaturgie & Produktionsleitung: Lucia Bühler
Text: Mariella Mehr
Bühne & Ausstattung: Myriam de Wurstemberger
Lichtdesign & Technik: Mirjam Berger

   
  15.3.2015
  Begleitprogramm/Prämierung    
  nguela
 


Sonntag, 15. März 2015
19.00 – 20.00 Uhr „Schwarz Schweiz“ – Charles Nguela
20.15 Uhr Preisverleihung

DAS PROGRAMM
Wie lebt es sich als "Optimal-pigmentierter" in der Schweiz, gibt es nur Nach- oder
hat man auch Vorteile mit dunkler Hautfarbe unter eidgenössischen "Bleichgesichtern"
– und vor allem: Stimmen all die Vorurteile von Weiss gegenüber Schwarz und
der Schweiz gegenüber allem Andersartigen?
Um dies zu ergründen, erzählt Charles Nguela in seinem ersten abendfüllenden
Programm "Schwarz-Schweiz" Geschichten aus seinem Leben: Aus der Schule mit
ihren politisch überkorrekten Lehrkräften, vom Einbürgerungsverfahren, das aus
alten Bekannten Fremde macht, oder aus dem Militär, wo es überraschenderweise
für einen optimal-pigmentierten Rekruten ungeahnte Vorteile geben kann.
Natürlich bewegt sich Charles Nguela nicht immer auf dem Boden der "political
correctness" – vor allem wenn er Themen anspricht, die ein hellhäutiger Zeitgenosse
so nie sagen dürfte. Weil er das aber immer mit einem Lächeln, mit viel Charme und
ohne moralischen Mahnfinger macht, darf – ja soll – man auch darüber lachen.
DER KÜNSTLER
Geboren am 20. Oktober 1989 in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo), kam
Charles Nguela schon als Kind in die Schweiz, besuchte die Schulen und machte
seinen Lehrabschluss als Drucker. Daneben stand er in kleinen Clubs und an Partys
als Komiker regelmässig im Mittelpunkt, bis er 2011 bei "LACHER-MACHER" in
Zürich den ersten Bühnenauftritt wagte. Seither tritt er regelmässig in Mixed-Shows
auf und moderiert im KiFF Aarau seine eigene Show: "Charly's Comedy Club".
Für sein erstes abendfüllendes Comedy-Programm "Schwarz-Schweiz" arbeitete
Charles Nguela mit Co-Autor Danny Gundelfinger von COMEDY.CH und Anette
Herbst als künstlerischer Coach zusammen.
Am 14. November 2014 gewann Charles Nguela am "Swiss Comedy Award" vor
rund 500 begeisterten Zuschauern in der MAAG Halle Zürich sowohl den Jury-Award
als auch den Publikumspreis.
Homepage: charlesnguela.com

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Ausschreibung 9. Secondo Theaterfestival März 2016

   
 

Gesucht werden Theaterprojekte, die sich mit interkulturellen Themen wie Heimat, Sprache, Identität, Liebe, Tradition, Kultur usw. beschäftigen.
Eingeladen sind Theaterschaffende des freien Berufstheaters.
Projekte können in den vier Landessprachen der Schweiz (Deutsch, Italienisch, Rätoromanisch, Französisch) und Englisch (auch aus einer anderen Sprache übersetzt) eingereicht werden. Senden Sie die Unterlagen für ihre Projekte (inklusive CV, DVD und Links zu Ihrer Website) ban: SECONDO THEATERFESTIVAL, Postfach 7075, 6000 Luzern 7 oder info@secondofestival.ch

Eine Programmgruppe, bestehend aus Theaterfachleuten, entscheidet, wer eingeladen wird. Das Secondo Theaterfestival ist ein Wettbewerb. Den Gewinnern wird eine Tournee in der Schweiz ermöglicht. Zu finanziellen Fragen melden sie sich bitte bei unserem Sekretariat.