Beispiele von unverständlichen Gewaltvorfällen auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen sorgen für Schlagzeilen. Bilder von randalierenden und pöbelnden Jugendlichen machen betroffen und lösen Angst aus. Auf rücksichtsloses Littering und auf Vandalismus reagieren Behörden einerseits mit Präventionsprojekten, andererseits mit Überwachung und zusätzlicher Polizeipräsenz. Jugendgewalt ist ein zentrales Thema unserer Gesellschaft geworden. Über den Umgang mit diesem Phänomen wird von Politikern und Fachpersonen kontrovers diskutiert. Was aber können Jugendliche selber beitragen, damit alltägliche Konfliktsituationen nicht eskalieren? Wie können sie frühzeitig und situationsgerecht reagieren, ohne sich selber zu gefährden? Autorität durch Vertrauen – Jugendliche können oft schneller und effektiver als Erwachsene im Konflikt unter Gleichaltrigen vermitteln. Sie verstehen in der Regel die Positionen der einzelnen Konfliktbeteiligten besser, können sich leichter in ihre Situation versetzen und sprechen ihre Sprache. Gleichaltrige werden eher als eine neutrale Person anerkannt als aussenstehende Erwachsene. Autorität durch Präsenz – Jugendliche schauen hin und sprechen schwierige Situationen an. Mediative Gesprächs- und Handlungsformen befähigen sie, in Sportvereinen, in der offenen Jugendarbeit und in verschiedenen Freizeitangeboten zu vermitteln. |
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Themenschwerpunkte der Grundausbildung: Warum Gewalt? - Ursachen und Formen von Gewalt - Wer ist schuld? Täter – Opfer – Helfer Umgang mit Konflikten - Provokationen und Reaktionen - „Das ist doch typisch“ - Feindbilder und Vorurteile - Klar und fair, auch im Streit Vermitteln - „Wenn zwei sich streiten, vermittelt der/die Dritte“ - Mediation kennen lernen - Zivilcourage: Hinsehen, handeln Methoden Erfahrungswelten der Jugendlichen abfragen - Eigene und fremde Erfahrungen bewusst machen - Erfahrungen systematisieren, mit andern Beurteilungen und Sichtweisen vergleichen - Dissens- und Konsensarbeit argumentieren, eigene Meinung begründen sich mit anderen Meinungen und Sichtweisen auseinandersetzen Szenische Mittel - Rollenspiele mit Rolleninterviews - Forumtheaterformen: Verschiedene Handlungsmöglichkeiten erarbeiten - Körpersprache bewusst machen (Macht und Ohnmacht, Provokationen) Wahrnehmung - Selbst- und Fremdwahrnehmung schulen - Gegenseitiges Feedback fördern: Wie wirke ich auf andere, welche Stärken und Schwächen werden sichtbar? Trainingsformen - Gesprächstraining mit Jugendlichen - Video: Gespräche filmen und anschliessend besprechen |
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Anforderungen an Teilnehmende: Zeugnis / Bestätigung Dauer der Ausbildung Kursleitung
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